Wappen von Heimerzheim

Frohnleichnam und Pfarrfest in Heimerzheim

Die Fronleichnamsprozession

Alljährlich startet in Heimerzheim nach der Fronleichnamsprozession das große Pfarrfest.

In diesem Jahr war vorher die meistgestellte Frage: „Wie wird das Wetter”  und anschließend die Aussage: „Da habt ihr mit dem Wetter Glück gehabt!”

Dabei musste in Heimerzheim in der langen Fronleichnamtradition erst zweimal die Prozession ausfallen beziehungsweise abgebrochen werden. Pater Marek zelebrierte auf dem Schulhof der Swistbachschule die Festmesse, die vom Kirchenchor unter der Leitung von Andreas Schäfer musikalisch gestaltet wurde. Die drei Außenaltäre wurden wieder von der Familie von Boeselager, den Pfadfindern und der Straßengemeinschaft der Goethestrasse gestaltet.  

Aussenaltar an der Swistbach-Schule  Aussenaltar am Gottfried-Felten-Platz  Aussenaltar am Fronhof

Schäfer greift beim Schlusslied noch mal so richtig in die Tasten, als in der Kirche das Loblied „Großer Gott wir loben dich” erklang.

Das Pfarrfest

Gemeinsam Beten und Feiern, das ist das Motto der Gemeinde, die nun den Grillstand stürmte. Das Grillteam hatte gut vorgearbeitet, so dass alles reibungslos ablief.

Mit dem ersten Programmpunkt, der Meditation zum Jakobsweg, vermittelten Elisabeth Koch und Vera Wagner von der Katholischen Frauengemeinschaft  interessierten Gemeindemitgliedern mit Bild und Ton über Emotionen und Erfahrungen ihrer Wallfahrt. Dass Karneval und Kirche eng miteinander verknüpft sind, dokumentierte Pfarrer Michael Eschweiler mit dem Vortrag „ Kamelle, Tod und Leidenschaft”. Der in Heimerzheim wohnende Krankenhausseelsorger begeisterte die Zuhörer in seiner rheinischen Mentalität. Das gleichnamige Buch, das er von der Kölner Karnevalsgesellschaft  „Mer blieve zesamme” als Dank für eine Mundartmesse bekam, motivierte ihn, Bibeltexte mit Liedern und Aussagen im Karneval zu betrachten.

Bei dem Gleichnis der Brotvermehrung, so Eschweiler, hat Christus alle eingeladen mit zu feiern. Lasst die Leute sich setzen...  geht nicht nach Hause  Mer blieve zesamme! Wegschicken ist kein Kennzeichen von Christsein und Kirche… Auch Karneval schickt keinen weg; Karneval lädt ein; Karneval ist attraktiv, anziehend, nicht ausgrenzend... Pfarrer Eschweiler zitierte das Lied der Höhner „Sundaachs em Veedel, et Wedder es schön, de Zupp koch em Kessel, m’r hüürt  kölsche Tön. All sin se jekumme zo Raki un Bier, dä Willy, dä  Ali, jo Minsche wie mir...“ Er nahm Bezug auf den Anschlag in Odendorf und die Solidarität der Menschen. Er beendete seinen Vortrag mit dem Ausruf: „Über allem  liegt die Verheißung, dass das Leben mit Gott eine Gnade ist; dass der Karneval und seine echte Haltung eine Lebensquelle sind; deshalb wollen wir diese Verbindung mit dem Lied von Brings „Halleluja” hochhalten, ehren und pflegen... aber eben auf unsere Art.

Der Pfarrausschuss, der dieses Fest organisierte, freute sich, dass  auch der Tambour Corps Frei Weg Heimerzheim seine Teilnahme zugesagt hatte. Die  Schützern, die auch den Baldachin bei der Prozession trugen, sorgten als Bedienung an der Theke dafür, dass die Kehlen nicht austrockneten und die Frauengemeinschaft bewirtete das Cafe.

Sing mit mir!

Der junge Chor Der junge Chor
war an diesem Tag das Motto des Jungen Chors, der unter der Leitung von Andreas Schäfer die Gäste motivierte, bekannte Lieder mit zu singen.  Obwohl der ein oder andere dieser Planung skeptisch gegenüber stand, war dies ein toller Erfolg. So sangen sie zusammen mit allen Zuhörern Lieder wie: My Bonnie is over the ocean, Hab mein Wagen voll geladen oder auch: Ick heff mol en Hamburger Veermaster sehn.
Natürlich wurde an diesem Tag auch für die Kleinen ein buntes Programm angeboten.

Aktionen und Dank

Die Mutter-Kind Gruppe unter der Leitung von Sabina Carbow und Steffi Kunz hatten für die 1-4 Jährigen einen Parcour für kleine Flitzer (Boby Car) aufgebaut, der großen Zuspruch fand, und unter der Leitung von Silke Mayer bastelte das Team der Katholischen Kindertagesstätte Armbänder und Windräder. Schminken gehört schon traditionell zum Pfarrfest, so liefen die Kinder als Schmetterling oder Gespenst herum. Lagerfeuer, Kicker, Tischtennis und Slackline (Balancierseil) sind einige der Aktionen, die die Pfadfinder für Jugendliche präsentierten.

Alexa Rang und Sophie Nisius informierten über die Teilname der Heimerzheimer Pfadfinder an der bevorstehenden 72 Stunden Aktion der Katholischen Jugend „Uns schickt der Himmel”. Sie werden sich beim NaBu in Dünstekoven mit Fragen rund um die Natur beschäftigen. Ein Team der Ökumenischen Hospiz informierte Interessierte über ihre Arbeit. Zum Abschluss führten das Kasperleteam der Kinderkurse, Steffi Jakob und Astrid Westermann, das Kasperlestück „Kasper und die merkwürdige Prinzessin” auf. Die Prinzessin „Tausendschönchen” hat Geburtstag und alle sind in den Schlosspark eingeladen. Der Polizist „Herr Starke” passt auf die Geschenke auf, aber er lässt sich von den Räubern täuschen. Verkleidet als Prinzessin stibitzen sie die Geschenke und verstecken sie im Wald. Jedoch mit der Unterstützung der Kinder findet Kasperle die Geschenke wieder und die Party findet ein gutes Ende.

Der Vorsitzende des Pfarrausschusses Rainer Schmitz bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Prozession und des Festes einen Beitrag geleistet haben. Damit zukünftig auch die Gemeindemitglieder, die an den Rollstuhl gebunden sind, schrankenlos in die Kirche fahren können, ist der Erlös dieses Festes der erste Schritt für eine rollstuhlgeeignete Auffahrt.

Impressionen vom Pfarrfest

  • Impressionen vom Pfarrfest
  • Impressionen vom Pfarrfest
  • Impressionen vom Pfarrfest
  • Impressionen vom Pfarrfest
  • Impressionen vom Pfarrfest
Die Bilder zum Vergrößern anklicken!