Wappen von Heimerzheim

Kurz-Chronik

Heimerzheim wurde erstmals im Jahre 1074 urkundlich erwähnt. Seine Güter und Ländereien gehörten zum  St.-Kunibert-Stift in Köln. Unter den Besitztümern des Stiftes waren die Grundstücke zu Heimerzheim die bedeutendsten, die seinen Reichtum mehrten. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts übten die Besitzer von sechs Bauernhöfen zusammen mit einem Vertreter des Stiftes die gerichtliche Herrschaft über die "Herrlichkeit Heimerzheim" aus.

Unter den Höfen war der Fronhof der herausragende, in welchem die Gerichtsverhandlungen stattfanden. Ab Mitte des 14. Jahrhunderts besaß das Fronhofsgericht einen eigenen Gerichtsbezirk. Der Hof existierte bis in die frühen 1980er Jahre, doch dann wurden die Stallungen und Nutzgebäude abgerissen. Im ehemaligen Hauptgebäude befindet sich heute die Fronhof Apotheke.

Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum 2. Weltkrieg existierte eine jüdische Glaubensgemeinschaft im Ort. Ein Teil des jüdischen Friedhofes ist erhalten geblieben und befindet sich am heutigen Dornbuschweg.

Während des 2. Weltkriegs befanden sich zwei Kriegsflughäfen in der Nähe, der eine zwischen Straßfeld und Ollheim, der andere bei Dünstekoven. Aufgrund dieser Tatsache geriet Heimerzheim gegen Ende des Krieges immer mehr ins Visier alliierter Kampfflieger. Um die Alliierten am Einmarsch nach Bonn zu hindern, wurde das Dorf mit ca. 40 km Schützengräben umgeben. Am 3. März 1945 warfen Flieger Bombenteppiche auf Heimerzheim ab und zerstörten große Teile des Ortes. Der Angriff kostete 180 Menschen das Leben, darunter waren Dorfbewohner, Flüchtlinge und Soldaten. 1959 wurde zum Gedenken an die bei dem Luftangriff ums Leben gekommenen Bürger und den in diesem Gebiet gefallenen Soldaten ein Ehrenfriedhof errichtet.

Im Jahr 1969 verlor die Gemeinde Heimerzheim, zu der auch das Dorf Dünstekoven gehörte, im Zuge der kommunalen Neuordnung ihre Selbstständigkeit. Heimerzheim und Dünstekoven wurden in die neu entstandene Gemeinde Swisttal eingegliedert.

Heimerzheim ist der größte Ortsteil in der Gemeinde Swisttal im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis.

Am 1. Januar 2008 hatte Heimerzheim 6342 Einwohner (Quelle Gemeinde Swisttal)